Im Nebel
Oper

Musiktheater von Till Löffler (Komposition) nach ‹Zuginsfeld› von Otto Nebel (Text)

Stückinfo

Die Covid-19 Pandemie führte zu einem Unterbruch des Spielbetriebes, wovon auch diese Produktion betroffen war. Es gab eine speziell erarbeitete Online Version.

1918 gerät der erst 26-jährige Otto Nebel in Kriegsgefangenschaft. Er verfasst das Gedicht ‹Zuginsfeld›, in dem sich Befehle, Parolen, Kriegshetze, Redensarten und Volkslieder zu einer eindrücklichen Collage türmen. In den Stimmen von fünfunddreissig jungen Männern der Knabenkantorei Basel werden diese Sprachsalven im Heute zu einem Mahnmal gegen den Krieg. Und gegen das Vergessen.

Zum ersten Mal 2018, genau 100 Jahre nach dem Ende des ersten Weltkrieges, im Gare du Nord aufgeführt, spielt diese Produktion nun fünfmal im Theater Basel. Neben dem Grauen des Krieges wird im Antikriegstext des Dichters Otto Nebel auch Abscheu spürbar. Abscheu vor einer Sprache, die zur Lüge wird und der man nicht mehr trauen darf.

Die Regisseurin Ursina Greuel erarbeitete mit dem Zürcher Komponisten Till Löffler eine Fassung, aufgrund derer Löffler seine Komposition «Im Nebel» schuf. Sarkastischer Wortwitz und assoziative Wortketten des expressionistischen Texts werden durch die Musik fassbar. Die damalige Situation wird in inszenierten Saufgelagen, Exerzierplätzen, Erschiessungen, Schlacht- und Leichenfeldern lebendig.

Künstlerisches Team

6 Termine

07.01.2021
Schauspielhaus
(abgesagt)
08.01.2021
Schauspielhaus
(abgesagt)
15.03.2021
Schauspielhaus
(abgesagt)
16.04.2021
Digital
12:00
20.04.2021
Schauspielhaus
(abgesagt)
03.06.2021
Premiere: Schauspielhaus
19:30