Glaube Liebe Hoffnung
Schauspiel

Schauspiel von Ödon von Horvath

Stückinfo

Aus Not will Elisabeth ihren Körper für einhundertfünfzig Mark an ein Anatomisches Institut verkaufen, um mit dem Erlös einen Wandergewerbeschein bezahlen zu können. Ein Oberpräperator klärt sie darüber auf, dass die Anatomie keine "lebendigen Toten" kauft, ein Präperator leiht ihr die benötigte Summe. Doch bringt er sie ins Gefängnis, als er erfährt, dass ihr Vater, den sie ihm gegenüber schlicht als "Inspektor" bezeichnet hatte, kein Zollinspektor, sondern "nur" Versichererungsinspektor ist, und dass sie das geliehene Geld obendrein für die Zahlung einer Geldstrafe, verwendet hat, die ihr für die Beschäftigung ohne Gewerbeschein auferlegt worden war. Nach ihrer Entlassung lernt sie den Schupo Alfons Klostermeier kennen. Der macht sie zu seiner Braut. Doch als er bei einer Razzia erfährt, dass sie vorbestraft ist, verlässt er sie, um seine Karriere nicht zu gefährden. In ihrer Verzweiflung geht Elisabeth ins Wasser. "Glaube Liebe Hoffnung" ist ein lakonischer Totentanz. Die Geschichte einer Mittellosen im Märchen, dass man Kapitalismus nennt. Eine, die am bornierten Egoismus der Menschen zu Grunde geht, an einem wohlgeordneten, reglementierten Staatswesen, an einer Arbeitswelt, die für so viele, seien sie auch besten Willens, verschlossen bleibt. Bis sich die "Überflüssigen", im alltäglichen Extremfall, schlussendlich selbst entsorgen."Das sind lauter kleine Paragraphen, aber du bleibst hängen - Du weißt eigentlich garnicht, was los war und schon ist es aus."Ödon von Horvath, GLAUBE LIEBE HOFFNUNG

Besetzung

3 Termine

23.10.2001
Wiederaufnahme: Komödie
20:00
17.11.2001
Komödie
20:00
11.12.2001
Derniere: Komödie
20:00